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Apple Healthkit – 10 Fragen, 10 Antworten

Apple Healthkit
Die Oberfläche des neuen iOS 8 hat sich im Vergleich zu iOS 7 nur geringfügig geändert. Deutlich verbessert wurden hingegen die Möglichkeiten für App-Entwickler, denn es gibt einige neue Schnittstellen. Die wohl wichtigste ist das neue HealthKit, das ein iPhone in Zusammenarbeit mit der Health-App zu einem Ernährungsberater und persönlichem Trainer machen kann. Wir haben die wichtigsten Fragen rund um die neue Schnittstelle zusammengestellt und beantwortet.

Was ist Apple HealthKit?

HealthKit ist eine Schnittstelle, die im neuen iOS 8 integriert ist und von allen Apps genutzt werden kann. Fitness- und Gesundheits-Apps können die gesammelten Daten durch die Schnittstelle in die von Apple entwickelte App „Health“ übertragen. Diese sammelt alle Daten, die von den jeweiligen Apps zur Verfügung gestellt werden. Wenn der Benutzer es erlaubt, können die Daten auch aus Health an andere Apps weitergegeben werden. So kann eine Jogging-App zum Beispiel auch auf die Daten aus einer Ernährungs-App zugreifen und einfach berechnen, wie viele zusätzliche Jogging-Einheiten notwendig sind, um die Sahnetorte von der letzten Geburtstagsfeier wieder abzutrainieren.

Ist HealthKit besser als andere Gesundheits-Apps?

Health beziehungsweise HealthKit ist nicht besser als andere Gesundheits-Apps. Die App Health ist lediglich eine zentrale Sammelstelle für diverse Gesundheitsdaten, die von anderen Apps gesammelt werden. Ohne zusätzliche Apps dient Health nur dazu, alle vorhandenen Daten in einer Übersicht abzurufen. Interessant wird Health erst, wenn verschiedene Apps die Daten nutzen können und durch die größere Datenbasis bessere Ergebnisse erzielen. Entwickler müssen nicht mehr Schnittstellen zu vielen verschiedenen Programmen entwickeln, sondern nur noch eine Schnittstelle zu Health und die Daten sind universell einsetzbar.

Kann HealthKit andere Fitness-Tracker-Apps ersetzen?

Die alleinige Verwendung von Health ist möglich, aber nicht sinnvoll. Health bereitet nur Daten auf, misst aber nicht selbst. Andere Apps, die die Daten liefern, müssen also so oder so installiert werden. Viele Fitness-Apps bieten Sonderfunktionen wie hilfreiche Tipps, Zielsetzungen und ein Belohnungssystem, diese Funktionen stehen in Health nicht zur Verfügung.

Ist für den Einsatz von Health zusätzliches Zubehör notwendig?

Die App funktioniert auch komplett ohne weiteres Zubehör. In den beiden letzten iPhone-Modellen iPhone 5s und iPhone 6 ist bereits ein Schrittzähler enthalten, die Sechserbaureihe enthält außerdem zusätzlich einen Höhenmesser, der auch die Anzahl der gelaufenen Treppenstufen erfasst. Daneben ist auch ein Notfallpass enthalten, der die wichtigsten Gesundheitsdaten des Besitzers auch ohne Entsperrung des iPhones bei Notfällen anzeigt.

Muss HealthKit aktiviert werden?

Das HealthKit ist eine integrierte Schnittstelle, die nicht separat aktiviert werden muss. Die Datenübermittlung an Health kann bei den meisten Apps in den Einstellungen aktiviert werden. Sollen Daten aus Health abgerufen werden, fragt Health einmalig nach dem Einverständnis des Nutzers. Wird diese nicht erteilt, ist auch keine Datenweitergabe möglich. Apps, die eine Freigabe besitzen, können in der App selbst in den Einstellungen angezeigt und gegebenenfalls geändert werden.

Welches Zubehör ist mit HealthKit kompatibel?

Grundsätzlich ist jedes Zubehör mit der neuen Schnittstelle kompatibel, es kommt immer auf die App an, die auf das Gerät zugreift. Die Schnittstelle ist kaum eingeschränkt, daher entscheiden die App-Entwickler selbst, welche Daten von welchem Zubehörgerät an die Health-App übertragen werden können.

Welche Zubehörhersteller unterstützen HealthKit?

Über kurz oder lang werden alle wichtigen Zubehörhersteller die HealthKit-Schnittstelle unterstützen und passende Apps bereitstellen. Es gibt aber schon jetzt einige bekannte Hersteller, die eine volle Kompatibilität mit der Health-App ermöglichen. Die auf Gesundheits-Apps spezialisierte Firma Withings stellt mit der HealthMate-App bereits eine voll funktionierende App zur Verfügung. Die App arbeitet auch mit vielen Zubehörprodukten zusammen. So lassen sich zum Beispiel Daten aus dem Withings-Aura-System in Health übertragen. Withings Aura ist ein Schlafüberwachungssystem. Daten aus der intelligenten Bluetooth-Waage Withings Smart Body Analyser lassen sich ebenfalls in die Health-App übertragen.

Die Fitness-Armbänder von Jawbone sind ebenfalls HealthKit-kompatibel, die Jawbone-App funktioniert aber sogar mit den integrierten Schrittzählern der aktuellen iPhone-Generation hervorragend. Ein noch recht neuer Partner ist das kalifornische Start-up iHealth. Dieses stellt diverse Messgeräte mit Bluetoothanbindung her und integriert die HealthKit-Schnittstelle in die iHealth-App. So lassen sich zum Beispiel auch Informationen über Blutdruck und Puls in die Health-App übertragen.

Können Ärzte die Gesundheitsdaten aus der Health-App nutzen?

Rein theoretisch ist diese Art der Nutzung möglich, da die Daten aus der Health-App sicher und verschlüsselt übertragen werden können. In der Praxis verbietet das deutsche Datenschutzrecht aber derzeit einen solchen Einsatz. Die technische Möglichkeit besteht aber grundsätzlich bereits jetzt.

Können die Daten aus Health gestohlen werden?

Ganz unmöglich ist es nicht, aber nur mit einem hohen technischen Aufwand. Wenn das iPhone gesperrt wird, verschlüsselt Health die hinterlegten Daten vollautomatisch und ohne iPhone-Code oder Touch-ID ist ein Zugriff auf die Daten nicht möglich. Bei der Sicherung von Gesundheitsdaten in der iCloud erfolgt die Datenübertragung ebenfalls generell verschlüsselt. Wird die Health-App zur Analyse von umfangreichen Gesundheitsdaten genutzt, sollte gegebenenfalls der iPhone-Code angepasst werden. Statt eines einfachen Codes bietet sich ein Passwort mit Sonderzeichen, Groß- und Kleinschreibung und Zahlen an.

Wie arbeiten Apple Watch und HealthKit zusammen?

Die Apple Watch wird vermutlich Bewegungsdaten, Position und Herzfrequenz des Trägers ermitteln und diese auch über die HealthKit-Schnittstelle an die Health-App weiterleiten. Die Daten werden allerdings ohnehin auch von der Apple Watch selbst ausgewertet. Interessant wird die Verbindung von Apple Watch und HealthKit also vor allem durch die Nutzbarmachung der Daten für Apps von Drittherstellern.

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